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Mönchengladbach ist bei inklusiven Arbeitsplätzen gut aufgestellt

Sozialdezernentin Dörte Schall und Inklusionsbeauftragte Ingrid Icking luden Inklusionsunternehmen ein. Zentrale Themen: Welche Angebote und Erfahrungen gibt es? Was kann verbessert werden, um Menschen mit Behinderung und Firmen passgenau zusammen zu bringen?

 

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Pressemitteilung der Stadt Mönchengladbach / 13.10.2020

Berufstätigkeit ist wichtig: Sie sichert den Lebensunterhalt, sie strukturiert den Tag, sie wirkt gegen Vereinsamung, sie schafft Zufriedenheit - im besten Fall natürlich. Menschen mit Handicap haben es oft schwerer, eine für sie geeignete Arbeitsstelle zu finden. Zwischen dem allgemeinen Arbeitsmarkt und der Arbeit in speziellen Werkstätten klafft eine Angebotslücke. In unserer Stadt gibt es mittlerweile acht, vom Landschaftsverband anerkannte Unternehmen, die inklusive Arbeit anbieten und damit helfen, diese Lücke zu schließen. Sie sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Von ihren ca.460 Arbeitsplätzen ist die Hälfte für Menschen mit Handicap reserviert. Damit ist Mönchengladbach im Vergleich zu den Nachbarstädten gut aufgestellt. Grund genug für Sozialdezernentin Dörte Schall und Inklusionsbeauftragte Ingrid Icking diese Unternehmen zusammen zu bringen. Zentrale Themen: Welche Angebote und Erfahrungen gibt es? Was kann verbessert werden, um Menschen mit Behinderung und Firmen passgenau zusammen zu bringen?

Die Angebote sind so vielfältig wie das Leben: Das Autismus-Therapie-Zentrum ATZ im Nordpark bietet Büro- und Hausmeistertätigkeiten. Die Diakonie Neue Arbeit in Hardt bietet einen Wäschereiservice und mit dem Wilhelm-Kliewer-Haus, Arbeit in einen Beherbergungs- und Tagungsbetrieb. Die Klaus Fischer GmbH/ Gaadi in Wickrath fertigt Spezialschrauben und innovative Fahrradschläuche. Die gBQG Hephata handelt an verschiedenen Standorten mit Gebrauchtwaren, bietet Handwerkstätigkeiten und Fahrdienste an. Ihr Schwesterunternehmen Noah gGmbh reinigt Gebäude in MG und Neuss. Holz Finis in Odenkirchen beschäftigt Menschen mit Schreinerarbeiten. Die KOKON Verpackung GmbH fertigt in Güdderath Verpackungen und bietet Industriedienstleistungen an. Die ViPUR Franchise GmbH, stellt in einer Manufaktur in Hermges Lebensmittel für die Purino Restaurants her, sie erweitert sich gerade am Restrauch. An verschiedenen Standpunkten in Hermges, Rheydt und sogar in Brüggen Boerholz beschäftigt die Return Freizeit GmbH Menschen im Bereich Gebäudereinigung und Pflege von Außenanlagen.

Und so unterstützt der Landschaftsverband: Firmen ab 20 Vollzeit-Arbeitsplätzen müssen 5 Prozent davon mit schwerbehinderten Menschen besetzen. Wer diese Quote nicht erreicht, zahlt eine Ausgleichsabgabe. Diese speist einen Fördertopf, aus dem der Landschaftsverband Firmen unterstützt, welche Menschen mit Behinderung beschäftigen, die es sonst schwer haben, Arbeit zu finden. Ebenso werden technische Hilfsmittel daraus bezahlt.

Auch das Finanzamt kann unterstützen: Erkennt es ein Unternehmen als gemeinnützig an, darf dieses seiner Kundschaft einen niedrigeren Mehrwertsteuersatz berechnen.

Für die Arbeitgeber ist das aber keine Goldgrube. Der Aufwand bei der Personalbetreuung ist manchmal höher. Menschen mit Handicap kommen ja meist nicht einfach zur Arbeit, verrichten diese und gehen danach wieder. Nein, sie identifizieren sich stark mit ihrer Tätigkeit und mit ihrer Firma, sie zeigen sich loyal und engagieren sich auch menschlich. Und manchmal braucht es intensivere Bemühungen oder die Zusammenarbeit will einfach gar nicht passen. „Als Arbeitgeber muss man es gerne machen muss dahinterstehen, sonst funktioniert es nicht.“ sagt ein Firmeninhaber, der seit 15 Jahren dabei ist, „dann ist es unglaublich bereichernd, mit diesem Personenkreis zu arbeiten“, da sind sich alle Anwesenden einig. Dörte Schall dankte für dieses Engagement: „Sie bereichern unsere Stadt!“

Im Januar 2021 ist ein weiteres Treffen geplant. Dann sollen Akteure aus dem Bereich der Vermittlung dazu kommen.

Weitere Informationen: www.lvr.de/soziales

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